Die ewige Anbetung
des allerheiligsten Altarsakramentes
von P. J. Walser Ord. St. Bened.
Neu bearbeitet und ergänzt von einem Mitgliede des Kapuzienerordens34. Auflage1897
HardcoverFormat 135 x 215 mm, 738 Seitenie ewige Anbetung ist in ihrem Wesen so alt wie die Schöpfung. Vom Tage ihrer Erschaffung an lobten die Engel den Herrn; die Heimat der ewigen Anbetung und ihr Ziel ist somit im Himmel.
Im alten Bund bestellte der heilige König David 24.000. Sänger, die in 225000 Abteilungen immerfort das Lob Gottes zu verkünden hatten.
Als König Josaphat die Feinde Judas in ungeheurer Übermacht herankommen sah, flehte er mit seinem Volke zum Herrn und forderte die Sänger auf, das Lob Gottes zu verkünden. Unter dem Gesang „Lobet den Herrn, denn Er ist gütig und seine Barmherzigkeit währet ewig“, rückten sie aus gegen das Heerlager der Feinde. Aber der Herr hatte schon für sie gekämpft und König Josaphat und sein Volk trafen nur ein Feld voller Leichen. Gott hatte nämlich den Geist der Verwirrung unter seine Feinde gesandt, so daß sie selbst einander töteten.
Der Herr selbst übte vom ersten Augenblick des Lebens bis zum letzten Atemzug im vollsten Sinn eine ununterbrochene Anbetung des Vaters; Er zeigte dies auch äußerlich, indem Er die Nächte im Gebet zubrachte.
Bis zum Ende des 4. Jahrhunderts war es ganz allgemein in der ganzen Christenheit Brauch, daß auch die Weltleute teilnahmen an dem siebenmaligen Gebete in der Kirche, d. h. in der Nacht, morgens früh, um 6, 9, 12, 5 Uhr und abends.
Zur Zeit der Verfolgung geschah die Anbetung zu Hause. Im Mittelalter gab es manche Benediktinerklöster, in denen die Ewige Anbetung bestand unter dem Namen „laus perennis“; viele Weltleute nahmen daran teil.
Im Jahre 1226 wurde durch König Ludwig VIII. in Frankreich die Ewige Anbetung vor dem Allerheiligsten so ziemlich in der jetzigen Form eingeführt in Avignon. Dort bestand sie ohne Unterbrechung bei Tag und bei Nacht bis zur französischen Revolution; nach derselben begann sie aufs neue und besteht noch. (1897)
Als die Neuerer des 16. Jahrhunderts das allerheiligste Sakrament leugneten, überall die Altäre zerstörten, die Tabernakel verbrannten und die heiligen Hostien zertraten, sahen die treuen Katholiken die Notwendigkeit der Sühne ein. Mit großem Eifer begannen die Jesuiten und Kapuziner allenthalben das 40–stündige Gebet zu verbreiten. Die selige Mechtildis (1695) stiftete auf göttliche Eingebung hin einen eigenen Orden, dessen Mitglieder sich zur ununterbrochenen Anbetung des allerheiligsten Sakramentes verpflichteten. Zu gleicher Zeit entstand eine Bruderschaft von Weltleuten zur Anbetung des allerheiligsten Sakramentes, die schon anno 1674 von der Kirche durch viele Ablässe bereichert worden war. Die langen Jahre der französischen Revolution und des Weltkrieges vernichteten fast allenthalben diese Übung.
Im Jahre 1750 stiftete der fromme und erleuchtete Pfarrer Josef Helg das erste Kloster der Ewigen Anbetung in Libingen in der Schweiz. Von dort aus gelang es ihm, mit Hilfe des Fürstabts von St. Gallen, die Ewige Anbetung in allen St. Gallischen Frauenklöstern einzuführen; alle diese Klöster überlebten den Sturm der französischen Revolution, der auch in der Schweiz gegen die Klöster raste; auch in den späteren Stürmen, denen so viele Klöster zum Opfer fielen, blieben diese Stätten der Anbetung unversehrt erhalten.
Das erste Handbuch der Ewigen Anbetung verfaßte der gottselige Pfarrer Josef Helg selbst. Doch bald genügte diese kleine Schrift nicht mehr. Da verfaßte der damalige Dekan des Stiftes St. Gallen, Pater Iso Walser, ein Mann von heiligem Leben und tiefer Wissenschaft und voll apostolischen Eifers, für die Ewige Anbetung ein Buch mit 48 verschiedenen Stunden, wovon 24 allgemeine waren und 24 für die verschiedenen Feste. Dieses Werk erschien im Jahre 1786 in St. Gallen. Wie eine Mauer stand P. Iso Walser dem von Frankreich her vordringenden Unglauben entgegen ; was an altem Glauben und inniger Frömmigkeit im ehrwürdigen Benediktinerstift St. Gallen vorhanden war, hat er niedergelegt in seinem unvergleichlichen Handbuch der Ewigen Anbetung; es war sein Werk das Abendrot des Stiftes St. Gallen, das bald darauf durch die Folgen der Revolution vernichtet wurde.
Der heilige Mann mußte noch diese Aufhebung erleben und starb in tiefster Betrübnis im Jahre 1800. Er ahnte wohl nicht, daß sein Buch erst 100 Jahre später die größte Verbreitung erleben würde und daß es für hunderttausend Weltleute das Brevier würde, ja daß es in alle Sprachen übersetzt werden sollte.
Der Herausgeber dieses Buches hat einem von maßgebender Seite geäußerten Wunsch entsprochen und die Zahl der Anbetungsstunden auf 33 vermehrt. Diese Vermehrung erfolgte zu Ehren der 33 Lebensjahre Jesu Christi hienieden. Ferner wurden einige neuere Ablaßgebete aufgenommen. Siehe Anhang Seite .
Den mitunter ausgesprochenen Wünschen, bei dieser Neubearbeitung einige Anbetungsstunden ganz wegfallen zu lassen und andere an deren Stelle zu setzen oder die Anbetungsstunden zu kürzen, konnte unmöglich entsprochen werden. Dieses Verfahren hätte einerseits das so herrliche Werk in seinem eigentlichen Geist angegriffen und seiner hohen Schönheit geschadet, andererseits aber auch große Unannehmlichkeiten bereitet beim gemeinsamen Gebrauch, für den das Werk ja besonders bestimmt ist, da bereits 115.000 Exemplare unter den Anbetern verbreitet sind.
Indessen bitten wir den hochwürdigen Klerus, für jene Anbeter, denen einzelne Stunden ihrer Lebensstellung und ihres Standes wegen nicht entsprechen, aus dem reichen Inhalt des Buches passende Anbetungs-Stunden auszuwählen, z. B. für Männer-Vereine: Josephs-Stunde, Engel-Stunde, Sühnungs-Stunde, die zwei Muttergottes-Stunden, die Stunde für das Vaterland.
Der große Myrrhengartendes bitteren Leidens.Von P. Martin von Cochem.Gebet ist der „Atem der Seele“. Nur haben heute leider sehr viele dieses Atmen verlernt. Soll unsere Seele nicht ersticken, so müssen wir das Beten wieder lernen. Dazu gibt es kaum einen bessern Lehrmeister als Martin von Cochem.Dieser seeleneifrige Priester, Kapuziner und Volksmissionar, der von 1634 bis 1712 lebte, kannte die Seelen und ihre Bedürfnisse aus seiner eigenen reichen Erfahrung. Als Volksschriftsteller bemühte er sich deshalb darum, ihnen das zu geben, was sie so dringend brauchten. Dabei stellte er jenen Gegenstand in den Mittelpunkt, der für die Beter und Mystiker aller Jahrhunderte die Quelle tiefster Erbauung, Erkenntnis und Liebe war: das Erlöserleiden Unseres Herrn Jesus Christus. Dieses nimmt in seinem bekanntesten Werk „Leben Christi“ einen bedeutenden Platz ein und veranlaßte ihn zum Abfassen seiner berühmten „Erklärung des heiligen Meßopfers“, in welchem sich dieses Leiden täglich erneuert.Auch in seinem „Myrrhengarten“, dieser Sammlung so herrlicher Gebete voll Kraft und Tiefe, ist dem Leiden Christi viel Raum gewidmet. Es ist eben jene „Myrrhe“ und findet sich überall, vor allem in den Gärtlein mit den Meßgebeten, den Gebeten und Betrachtungen vom bitteren Leiden Jesu und den Gebeten zur schmerzhaften Muttergottes und zum leidenden Heiland. Das Leiden Christi ist jene Goldader, aus welcher dem Beter die größten Schätze zufließen.Um auf diese Ader zu stoßen und aus ihr in rechter Weise und Fülle zu schöpfen, benötigen wir die Hilfe der Schmerzhaften Mutter, die unter dem Kreuz Christi stand und die Er zu unserer geistigen Mutter gemacht hat, um uns mit den Früchten Seines Leidens zu nähren. Auch das wußte Martin von Cochem als erfahrener Seelsorger und hat daher Maria, diese schönste Blume, überall in seinen „Myrrhengarten“ gepflanzt, welcher er mit seinem Lied „Ein schöne Ros ausheilgem Land blüht in dem Paradiese“, das sich bis heute in einigen Gesangsbüchern findet, ein eigenes Denkmal gesetzt hat.Dieses Buch ist kein Buch einfach zur Lesung oder Erbauung, sondern zur Übung. Es ist eine Art „Atemtraining“. Mögen alle, die sich seiner bedienen, rasche Fortschritte darin machen und reiche Früchte aus den Gebeten schöpfen. Das Gebet nennt man ja auch die „Erhebung der Seele zu Gott“. Und so mögen den Seelen immer kräftigere Flügel und Schwingen erwachsen, um sich damit schließlich bis zu jener vollkommenen und nie endenden Vereinigung mit Gott zu erheben, Die wir die ewige Seligkeit nennen.Format 135 x 190 mm, 296 Seiten
Marianisches Offizium
oder die kleinen
Tagzeiten
der allerseligsten Jungfrau
und Gottesmutter
Maria
samt den Tagzeiten
für die AbgestorbenenSchon in den ältesten Zeiten war es — besonders bei dem Volke Gottes, den Israeliten — gebräuchlich, nicht bloß mit dem Herzen zu beten, sondern auch zu gewissen Stunden mit dem Munde und der Stimme Gott zu loben und mit Gesängen zu preisen, wie viele Beispiele in den heiligen Büchern des alten Bundes beweisen. Von der alten Kirche Gottes ging dieses auch auf die neue über, und der Stifter derselben — unser Herr und Heiland Jesus Christus hat diesen Gebrauch durch sein eigenes Beispiel geheiligt, indem wir von ihm nicht bloß lesen, daß er viele Zeit, ja ganze Nächte im innerlichen Gebete mit seinem himmlischen Vater zugebracht (z. B. Luk. 6, 12.), sondern auch, daß er mit seinen Jüngern Lobgesänge gesprochen, somit auch mündliches Gebet verrichtet habe (z. B. Matth. 26. 80)
HardcoverFormat 148 x 210 mm, 172 SeitenNeudruck der Auflage von 1874
Arme- Seelen-Monat
oder der
Monat November.
Durch fromme Liebeswerke zu Gunsten der armen Seelen im Fegfeuer geheiligt.
Aus dem Italienischen
Enthaltend eine Betrachtung mit Beispiel für jeden Tag im November, eine Meß- und Kreuzwegandacht,Ablaßgebete, sowie verschiedene andere Gebete für die armen Seelen im Fegfeuer.
Im 19. Jhdt herausgegeben von den Missionären vom heiligsten Herzen zu Tillburg (Holland)
Der letzte Monat des Kirchenjahres, der Monat November, ist von der hl. Kirche sowohl als auch von der Frömmigkeit der Gläubigen dem Gedächtnis der armen Seelen gewidmet.Wie könnten wir auch den Festzyklus beschließen, ohne den Seelen dieser Gerechten, die noch im Flammenkerker des Fegfeuers seufzen, den Tribut unserer innigenTeilnahme und unserer aufrichtigen und hilfsbereiten Liebe darzubringen, nachdem wir Gott und seinen Heiligen die gebührende Anbetung und Verehrung gezollt und so auch für unsere eigenen geistlichen Bedürfnisse gesorgt haben?
Format 135 x 190 mm, 284 Seiten
Die Heilige StundeDrei Andachten zu dem mit derTodesangst ringenden Herzen JesuNachdruck der sechsten verbesserten Auflageder Direktion der Heiligen Stunde,Kloster der Heimsuchung Mariä, Uedem, NdrhnFormat 135 x 190 mm, 56 Seiten
Gnaden-Novene zu Ehren der heiligen Mutter Anna
Herausgegeben von P. Philibert Seeböck, O. S. Fr.
Leben der heiligen Mutter Anna.
„Überaus ist die Mutter der Bewunderungund des Andenkens der Guten würdig.“ II. Machab. 7, 20. Aus der edelsten Fruchterkennt man den edelsten Baum! Nichts Größeres kann man von der heiligen Anna sagen,als daß sie die Mutter der allerseligsten,unbefleckten, ohne Makel der Erbsündeempfangenen Jungfrau Maria ist.
Format 98 x 138 mm, 68 Seiten
5,00 €*
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